Woche 20: Abteilungsübung

Die zweitletzte Woche startete am Mittwoch um 13.30 Uhr mit dem Antrittsverlesen. Das Tenu Biwak musste bereits erstellt sein, das heisst Ersatzkleider und Schlafsack mussten mit. Die Standarte und den Abteilungskommandant hatten wir bereits am letzten Freitag erhalten. Nun begann also die Abteilungsübung, wo alle vier Batterien zusammen unterwegs sind. Als erstes machten wir die Fahrzeuge für eine längere Fahrt flott. Die Pronto-Phase dauerte sehr lange, bis alle INTAFF-Geräte angemeldet waren, gab es die erste Pause. Als alles bereit war, verschoben wir zum nächsten Warteraum, wo bereits der erste Soldat die „sehr beliebte“ MG-Wache übernehmen musste. Gegen Abend ging dann die Fahrt endlich los. Wir fuhren zu einem genialen Biwakplatz in einer Kiesgrube. Bevor wir die Zelte aufschlagen konnten, mussten wir einen geeigneten Platz vom Unterholz befreien.

Wie üblich musste der Kommandozug in der Nacht die KP- und INTAFF-Wache sicherstellen. Ich sass eine Stunde vor dem INTAFF-Computer und übermittelte einige Funksprüche an die Abteilung. Obwohl alle wussten, dass Markeure unterwegs sind, konnten wir leider nicht alle festnehmen. Einige Sachen wurden geklaut. Um 5.00 Uhr war am Donnerstag Tagwache und wir bauten unter mittlerweile strömendem Regen unser Biwak ab. Anschliessend bezogen wir unseren Gefechtsstand und machten uns für das Schiessen bereit. Ohne grössere Probleme verschoss unsere Batterie am Morgen und am Nachmittag je über 100 Granaten. Die Batterie drei ebensoviele. Dann passierte kurz vor Übungsende leider noch der schwere Unfall, wo eine Haubitze auf dem Dach landete. Zum Glück gab es keine Schwerverletzen, dennoch waren alle sehr betroffen. Die Übung wurde natürlich abgebrochen und wir bezogen unserer zweites Biwak.

Diese Nacht bewachte ich den Computer zwei Stunden. Wegen dem Unfall gab es keine Markeure und es blieb ruhig. Bereits um 4.00 Uhr mussten wir aufstehen um in die Batterielauerstellung zu verschieben und dort zu warten. Es regnet in Strömen. Gegen 10 Uhr wurde die erste Granate abgefeuert. Frage: Wieso so früh aufstehen? Antwort: Ist so, weil befohlen so! Wiederum feuerten wir ungefähr 80 Granaten in Richtung Zielhang, bevor Nebel aufzog und die Übung abgebrochen wurde. Anschliessend folgte ein kurzer WPD und die Standartenrückgabe, welche wieder aussergewöhnlich speditiv ablief. Wahrscheinlich hat auch der Major gemerkt, dass uns diese Zeremonien nichts sagen. Nach dem Nachtessen mussten wir unser persönliches Material putzen und kontrollieren. Bei der anschliessenden Zimmerinspektion war der Hauptfeldi zum Erstaunen aller schon beim ersten Durchgang zufrieden und wir durften endlich eine Dusche geniessen.

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