Woche 15: Gefechtsstände beziehen

Schon am Montagmorgen mussten wir uns mit AGA-Themen herumschlagen. Am Nachmittag übten wird das Beziehen von Gefechtsständen. Im Ausgang mussten wir dann mitansehen, dass die Schweiz knapp gegen die Ukraine ausgeschieden ist.

Am Dienstag war ich den ganzen Tag auf der Wache eingeteilt. Von 6 Uhr bis am nächsten Morgen um 6 Uhr waren wir für die Überwachung des Waffenplatzes verantwortlich. Das heisst, einer sitzt immer im Wachtlokal und wartet auf Telefonanrufe oder Funksprüche. Zwei sind mit dem Velo oder zu Fuss am patroullieren. Weitere drei Soldaten haben jeweils Pause und beschäftigen sich mit Schlafen und Fernseheschauen. Jeder Posten wird jeweils eine Stunde ausgeübt, wodurch drei Stunden Arbeit und drei Stunden Pause entstehen. Der ganze Tag war sehr langweilig, da man nicht ständig schlafen kann.

Die Feuerleitstellen- und Kommandogruppe übte den ganzen Mittwoch das Beziehen von Gefechtsständen, was ziemlich anstrengend war. Dabei konnten wir mit unserem Schützenpanzer zum ersten Mal die Panzerpiste richtig testen. Man wird recht stark durchgeschüttelt und der Helm macht wirklich Sinn. Danach durften wir die Fahrzeuge nach abspritzen. Nach dem Nachtessen mussten wir noch zum Fitcheck antreten.

Am Donnerstag stellten wir unseren Schüpa nur knapp vor die Halle und betrieben wiedermal eine Feuerleitstelle ohne wirklich zu schiessen. Am Mittwoch und Donnerstag wurden wir die ganze Zeit von einem Stabsadjutant beobachtet. Am Abend gingen wir in einen Wald und bauten unsere Zelte für die Nachtübung auf. Wobei eine solche lockere Übung hatte ich noch nie. Wir konnten die ganze Nacht durchschlafen und mussten weder patroullieren noch einen Beobachtungsposten betreiben. Also fast ein Pfadilager.

Eine Batterie-Verschiebungsübung war am Freitag geplant. Wie sattelten unsere Schüpas und bezogen eine Stellung und bauten den Gefechtsstand auf. Dann hiess es warten: Funk-, MG- und Nachwache. Der Morgen war ruhig. Aber als es um 12 Uhr Essen gab, mussten wir natürlich schon um 12.30 Uhr parat sein zum Verschieben. Das nervt. Wir waren dann schliesslich bereit und mussten doch noch über eine Stunde warten bis wir eine Runde um den Waffenplatz drehen konnten, um dieselbe Stellung wieder zu beziehen. Aus meiner Sicht war die Übung nicht so gut organisiert. Oft wusste niemand, was genau läuft.

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