Woche 13: Übung 48 Ora

Am Sonntag mussten wir bereits um 21.30 Uhr einrücken, damit die Übung 48 Ora am Montag früh starten konnte. Um 03.30 wurden wir durch die Nationalhymne geweckt, um 4 Uhr gab es einen Gamellendeckel voll Teigwaren und anschliessend reisten wir nach Frauenfeld. Um ca. 05.30 Uhr starten wir zum 25 km Marsch, der auch Bestandteil der Übung war. Das Ziel erreichten wir nach 5 Stunden und 30 Minuten mit allen gestarteten, wobei wir nur zwei kurze Pausen zum Nachfüllen der Feldflasche machten. Allerdings hatten die Verpflegungsposten für diese Hitze zu wenig Wasser bereitgestellt. Unsere Kompanie hielt sich an den Befehl des Schulkommandaten und schleppte den ganzen Schutzanzug und den Regenschutz im Rucksack mit, andere Kompanien trugen nur den Regenschutz mit und hatten trotzdem eine hohe Ausfallquote. Die Füsse brannten nach dem Marsch und die Schultern schmerzten, doch "Krieg ist gefährlich" und die Übung ging weiter. Nach einem kurzen Mittagessen fassten wir zwei Schützenpanzer und stellten sie in einer Deckung auf. Den Rest des Nachmittag und die Nacht verbrachten wir abwechslungsweise mit Funk-/Intaffwache und schlafen im Biwak.

Am Dienstagmorgen musste dann plötzlich alles schnell gehen. Tarnung und Aggregate aufladen und ab auf den Gefechtsplatz düsen. Nun stellten wir unsere beiden Panzer wieder auf und machten sie betriebsbereit. Nach dem wir am Morgen einige Serien virtuell geschossen hatten, fuhren wir für das Mittagessen wieder in die Deckungsstellung. Am Nachmittag leiteten wir das Feuer nochmals. Anschliessend trafen wir uns mit dem Schulkommandaten für eine kurze Übungsbesprechung, nahmen das Nachtessen ein und schauten das Spiel Frankreich – Schweiz in einer Panzerhalle. Später demontierten wir noch Antennen und MG vom Panzer und gönnten uns eine verdiente Dusche.

Den Mittwoch und Donnerstag verbrachten wir mit dem retablieren unseres Schützenpanzers. Nachdem alles ausgeräumt, kontrolliert, geputzt und wieder eingeräumt war, verluden wir den Panzer auf einen Bahnwagen. Dies tönt nun ziemlich speditiv. Doch die Armee und vor allem die Zeughausangestellten können solche Arbeiten in aller Seelenruhe abwickeln. So brauchten wir tatsächlich eineinhalb Tage bis der Panzer verladen war. Wieso wir bereits um 05.30 Uhr aufstehen mussten um anschliessend vor der verschlossen Halle eine halbe Stunde lang jassen zu müssen, steht auch in den Sternen. Jedenfalls eines habe ich während diesen zwei Tagen gelernt: Das Jassen. Die Ruhephase vom Donnerstagnachmittag, unter einem schattigen Baum, wurde leider von einer Stunde Wache unterbrochen.

Am Mittwochabend war der Kompanieabend angesagt. Das heisst im Esssaal sitzen, WM schauen und Grillade essen. Für mich enttäuschend. Nichts so spezielles, wie man es von anderen Rekruten hört.

Am Freitag putzten wir unsere Unterkunft in Oberstammheim, verluden das Gepäck für Bière und konnten um 11 Uhr abtreten. Damit wäre die Rekrutenschule in Frauenfeld abgeschlossen, am Dienstag rücken wir in Bière als Soldaten zur VBA ein.

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Eine Antwort to “Woche 13: Übung 48 Ora”

  1. seeder Says:

    Unser erster Kompanieabend war auch nicht wirklich lustig in Thun – Fondueessen und Bunkerbesichtigung – Fertig.

    Der zweite (VBA) ging jedoch AB WIE DIE SAU! Ich habe noch nie so eine kleine Menge so aufgestellt / laut / feiernd gesehen…war eindrücklich 😉 Eventuell kommt das ja auch noch bei euch…

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