Woche 9: Tag der Angehörigen

Während dieser zweiten Woche unserer Grundausbildung warteten wieder verschiedene Theorien auf uns. Den FARGO- und INTAFF-Computer beschäftigt uns nach wie vor. Es ist nicht ganz einfach den Überblick aller Menüs und Eingaben zu behalten. Obwohl wir ein sehr dickes Handbuch zum FARGO haben, sind natürlich die wichtigsten Vorgänge nicht dokumentiert. Dazu kommt, dass diese Systeme natürlich auch versagen können und wir die ganzen Abläufe auch von Hand mit Karte und Sitometer rechnen müssen können. Deshalb sind wir auch mit Jalon und Messband auf dem Feld unterwegs und lernen die verschiedenen Techniken.

Unsere vierköpfige Feuerleitstell-Gruppe hat die Techniken mehr oder weniger gut im Griff. Natürlich gibt es immer welche, die den Kartenwinkelmesser verkehrt montieren oder zum Addieren zweier einfachen Zahlen das Natel benötigen. Mit den Gruppenführern, welche direkt aus der Kaderschule kommen, sind wir bis jetzt zufrieden. Auch bei den Liegestützen sind wir vorne mit dabei, denn wir können es kaum erwarten, bis wir das Béret wieder auf den Boden werfen dürfen… Und noch einen Tipp am Rande: Wer sich bei seiner militärischen Funktion nicht gross anstrengen will, sollte sich bei den Wettersoldaten einteilen lassen.

Diese Woche bot aber auch zwei Specials. Am Montag kam ein Fotograf aus Genf, der mit uns ein Shooting machte. Er fotografiert für eine Ausstellung echte und gespielte Kriegssituationen. Unsere Aufgabe war es in einem blühenden Feld schauspielerisch zu sterben (dies ist eigentlich nicht unsere Aufgabe) und in einer Karawane erschöpft vom Krieg zu ziehen.

Der Tag der Angehörigen fand am Freitag statt. Familienangehörige, Freunde und Bekannte pilgerten noch Oberstammheim um uns bei der Arbeit zu zusehen. Neben der Zugschule zeigten die Teams eine Feuerleitstelle, eine Wetterstation und die Einrichtungen der Beobachtungsvermesser. Ebenfalls konnte die Unterkunft besichtigt werden. In einer Theorie wurde den Besuchern auch die Armee XXI vorgestellt, was einige Unklarheiten hervorrief. Anschliessend konnten wir schon um 17.00 Uhr nach Hause gehen.

[Es ist nicht verboten einen Kommentar zu hinterlassen.]

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4 Antworten to “Woche 9: Tag der Angehörigen”

  1. Fry Says:

    Cooles Blog. Hab mir jetzt einmal Zeitgenommen und deine Berichte über die RS durchgelesen. Ich tue das vorallem weil ich einer der nächsten bin und am 10. Juli auch „einrucken“ muss. Nur leider muss ich viel weiter weg von zu Hause, als nur bis auf Frauenfeld. Aber alles in allem klingt es recht spannend was du erlebst. Klar ist es nicht auf hohem Niveau und es gibt immer Personen (Vorgesetzte & Soldaten) die Nerven werden. Aber es sind immerhin 18 / 21 Wochen deines Lebens und eine grosse Erfahrung…
    Ich auf jedenfall werde sicher weiterlesen und Freue mich auf nächstes Wochenende.

    RS-Blog-Leser = RS-Blog-Leser + 1

  2. Birdie Says:

    Da kann ich mich Frys Meinung nur anschliessen. Ich muss zwar erst am 6. November in den Krieg ziehen, aber ich lese gerne, was so abgeht. Vor allem den Teil, den DIE einem nicht im Voraus erzählen. 😉

    RS-Blog-Leser++; (owned, Fry) 😉

  3. david Says:

    höhö.. da gibts ja noch andere, die (fast) in derselben situation sind wie ich 🙂
    mich hats dazu aber noch in die kaderschule verschlagen. auch nicht wirklich freiwillig 🙂

    viel spass noch in der rs

  4. TzumF Says:

    Jop auch ich darf am 6. November einrücken —> Airolo bäääää 😦
    Finde es wirklich noch spannend zu lesen was einem so ungefähr erwartet 😉

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