Fazit Grundausbildung

In den ersten sieben Wochen haben wir viel Neues gelernt. Am Anfang fand ich es noch interessant, aber nach der zehnten Wiederholung fragt man sich dann schon, ob es überhaupt notwendig ist. Viele schalten auch den Kopf auf Sparflamme, weil sie denken das Militär sei nicht so wichtig und machen dadurch immer dieselben Fehler. Deshalb kann ich schon verstehen, dass man gewisse Übungen 100 Mal wiederholen muss, dass sie im Schlaf sitzen. Trotzdem steht die Frage im Raum, ob es sinnvoll ist den ABC-Schutzanzug immer wieder anzuziehen. Im entscheidenden Moment haben wir wahrscheinlich gar kein Exemplar dabei …

Am meisten zugesetzt hat mir der ewige Stress und der minimale Schlaf. Wir sind am Morgen aufgestanden und hatten Stress bis wir in der Nacht wieder im Schlafsack lagen. Nur beim Mittagessen gab es eine Verschnaufpause. Im Vergleich mit anderen Kompanien der Schule wurde der Massstab bei der Kompanie 2 von Anfang an hoch gesteckt. Pausen hatten wir während dem Tag fast keine und auch auf das Auftreten wurde grosser Wert gelegt. "Kompanie 2 ist die Beste, anderes gibt es nicht."

Mittlerweile bin ich froh, dass unsere Kompanie in Oberstammheim einquartiert ist. Es ist sicherlich nicht so komfortabel wie in der Kaserne Auenfeld, dafür ist die Aussicht besser. Immer den blauen Betonplatz und die grauen Gebäude in Frauenfeld anzusehen ist wirklich nichts spezielles. Auch gibt es nicht so viele Vorgesetzte die man grüssen muss (dies passt natürlich auch unserem Kader). Ein Negativpunkt sind die täglichen Fahrten mit dem Lastwagen nach Frauenfeld. Je nach Gepäck und Anzahl Passagiere (und Fahrer) ist es sehr unangenehm.

Über das Ganze gesehen sind die Vorgesetzten eigentlich in Ordnung. Es gibt immer wieder Momente, wo einige Leute demonstrieren müssen, was sie alles dürfen und können. Manchmal hat man das Gefühl sie müssen die Zeit überbrücken. Dann kann alles noch so perfekt sein, sie finden immer einen Punkt den man verbessern muss. Solche Taten nerven gewaltig und schlagen auch sofort auf die Stimmung.

Die Kameradschaft in der Kompanie ist ausgezeichnet. Schade, dass nun fast die Hälfte in die Anwerterschule oder in andere Kompanien wechseln musste. Auch noch zu erwähnen ist die Küche. Das Essen ist immer sehr gut und in ausreichender Menge vorhanden.

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